Trend Nachhaltigkeit: Die bewusste Spaßgesellschaft

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Wir lassen uns verstärkt auf unsere Emotionen ein und leben mit der Natur im Einklang. Im Gras liegen statt vor dem Fernseher sitzen wird wieder zur beliebten Freizeitgestaltung und auch unsere Produkte sind immer mehr von Natürlichkeit inspiriert. Wir wollen uns und unserer Umgebung mit bewusstem Konsum etwas Gutes tun und unser Leben nachhaltiger gestalten. Neue Produkte müssen dabei nicht unbedingt neuwertig, aber vor allem hochwertig sein.

Das Zeitalter der Speedgesellschaft und des Massenkonsums ebbt langsam aber sicher ab und macht Platz für ein neues konsumatorisches Zeitalter, das sich auf Nachhaltigkeit und Konsumentenbewusstsein besinnt. Daraus entstehen viele neue Trends und Konsumbewegungen, die von diesen Trends inspiriert sind. Sie animieren Konsumenten dazu, Produkte und Dienstleistungen zu hinterfragen. Sie wählen und konsumieren ihre Produkte gezielter als noch vor wenigen Jahren. Dies führt dazu, dass sich auch die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Ware an den Konsumenten bringen, verändern muss, da andernfalls wichtiges konsumatorisches Potenzial unausgeschöpft bleibt.

Nachhaltigkeit mit Upcycling und DIYs

Eine wichtige Eigenschaft den Trend Nachhaltigkeit betreffend ist dabei vor allem die Rückbesinnung auf das “selber machen” – oder auch Upcycling. Die eigenhändig gezimmerten Loungemöbel aus Europaletten findet man oft in unseren Gärten oder auf dem Balkon. Und das sieht nicht nur gut aus, es hat auch einen nachhaltigen Hintergrund, denn durch das Wieder- oder Weiterverwerten von Abfallprodukten oder Ausrangiertem werden Ressourcen geschont und äußerst sinnvoll und langlebig verwendet. Upcycling trifft also den Kern der Nachhaltigkeit: der eigenen Kreativität freien Lauf lassen und mit einem „eigenen“ Produkt belohnt werden, dessen individueller Stellenwert weitaus höher ist als der des fabrikgefertigten Rattansessels.

Der Gedanke vieler DIY-Projekte greift das Prinzip des „aus alt mach’ neu“ auf und bedient sich somit am Trend der Nachhaltigkeit. Das ökologische Heimwerken macht zudem nicht nur Spaß, es fördert auch das Umweltbewusstsein der Bastler. Dadurch werden ganz neue Ideenansätze geschaffen, was wiederum dazu führt, dass auch der Bedarf an neuen, auf den Trend zugeschnittenen Produkten wächst. Den Konsumenten geht es nicht mehr primär darum, ein fertiges Produkt zu erhalten, sondern sie wollen selbst am Entstehungsprozess beteiligt sein.

Lifestyle, Fashion, Design – alles ökologisch und nachhaltig

„Eco Fun“ beschränkt sich allerdings nicht nur auf Heimwerkerprojekte. Es hat seinen Platz mittlerweile in vielen Branchen gefunden. Dazu zählt vor allem auch die Lebensmittelbranche. Etikettzusätze wie „Fairtrade“ oder BIO sind beliebter als je zuvor und werden von vielen Supermarktketten explizit hervorgehoben. Diese Produktmerkmale funktionieren als USP und werden von den Konsumenten trotz höherem Preis gerne genommen, da es für einen umweltbewussteren Konsum und Nachhaltigkeit steht.

Dass der gesunde und bewusste Lifestyle dabei schon lange nicht mehr als spießig wahrgenommen wird, wird vor allem daran deutlich, dass sich nicht mehr nur gutbürgerliche Familien aus der oberen Hälfte der Gesellschaft um ökologische Produkte bemühen; der Trend hat mittlerweile auch in studentischen Haushalten Einzug erhalten. Besonders die Entwicklung hin zum allmorgendlichen BIO-Müsli anstelle der chemisch bunten Cornflakes zeigt, dass der Trend rund um Eco Fun nicht einkommens- sondern einstellungsabhängig und aus unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken ist.

Und auch die Automobilbranche hat sich ihren Teil vom Kuchen gesichert und entwickelt nun vermehrt vollelektrische Fahrzeuge. So auch der Automobilhersteller Renault, der mit seinem Modell „Twizy“ an der französischen Riviera für saubere Luft sorgt. In Monaco wurde seit 2014 ein Car-Sharing Netzwerk ausgebaut, das hauptsächlich die kompakten Stadtflitzer für grüneres Fahren vermietet. Die Erweiterung auf nunmehr rund 75 Mietwagen zeigt, dass die deutlich umweltbewusstere Art der Fortbewegung durchaus Anklang findet in der doch sonst so luxusverwöhnten Mittelmeerregion.

Birkenstock und das wachsende Gesundheitsbewusstsein

Eine weitere lukrative Branche, die von „Ökos“, Alternativen und Bewusstheits-Konsumenten inspiriert und geprägt ist, ist die Fashion-Industrie. Die Marke „Birkenstock“ hat den Trend dabei erfasst wie keine andere und erfreut sich nach jahrelangem Spießertum größter Beliebtheit bei Fashionistas und Designaffinen. Der Trend zur gesunden Mode überdauert bereits mehrere Sommer-Saisons und wird mittlerweile selbst im renommierten Modemagazin Vogue diskutiert.

Immer mit dem Gedanken, sich und der Umwelt etwas Gutes zu tun, sprechen die Verkaufszahlen der Gesundheitsschuhe für sich. So belief sich beispielsweise der Umsatz im Jahr 2011, als der Trend noch längst nicht sein volles Ausmaß erreicht hatte, auf rund 135 Millionen Euro – Tendenz steigend. Doch was bedeutet diese Entwicklung für neue Marketing- und Verkaufsstrategien?

Nachhaltig und bewusst vermarkten

Angesichts der Tatsache, dass der ökologische Trend viele Branchen umfasst, bietet er auch ebenso viele Möglichkeiten, um Strategien zu entwerfen, die die Ansprache der bewussten Konsumenten optimieren und effizienter gestalten. Eco Fun-Konsumenten achten besonders darauf, wie und woraus ihre Produkte hergestellt werden. Daher ist es wichtig, diese Aspekte auch bei der Vermarktung herauszustellen. Dafür bedarf es einiges an Geschick, da der starke Fokus auf nachhaltige Produkte in dieser Form noch nicht da gewesen ist. Unternehmen bewegen sich also auf unbekanntem Terrain und müssen versuchen, mittels neuer Ansätze Kunden für diesen Bereich zu akquirieren.

Das bedeutet auch, sich von anderen Einflüssen inspirieren zu lassen, die auf den ersten Blick kaum etwas mit der eigenen Branche zu tun haben. Dazu hilft es, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Viele Einflüsse und Ideen findet man mittlerweile über das Internet, insbesondere Social Media-Kanäle. Ideen lassen sich aber auch „manuell“ generieren mithilfe verschiedener Tools. Diese liefern strategische Ansätze, mit denen man augenscheinlich unpassende Zusammenhänge in Bezug auf Verknüpfungen von anderen Branchen und der eigenen zu erfolgsversprechenden Ideen verbinden kann.

Ideenansätze findet man beispielsweise auch bei Betrachten verschiedener Trends und Lebensstile. Diese weisen nämlich unterschiedliche Charakteristiken im Hinblick auf ihr Konsumverhalten und andere Präferenzen auf. Durch eine Clusterung erhält man so ein Portfolio an Verknüpfungspunkten, die in der Produktentwicklung und Vermarktung relevant werden. Zudem haben insbesondere Trends noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Eine trendbasierte Orientierung kann also garantieren, dass die entwickelten Ideen zukünftig von Bedeutung sein werden.

Mit XBM – CROSS BUSINESS MARKETING die Zukunft entwerfen

Eine solche Methode ist zum Beispiel die in unserem Unternehmen XBM – CROSS BUSINESS MARKETING entwickelte Methode zum geleiteten Querdenken. Sie soll ein Leitfaden für Unternehmen und Entwickler aller Art sein und in Workshops und Seminaren wichtige Tipps vermitteln, wie man mit Trends und Lebensstilen sowie weiteren Parametern in der Ideenentwicklung weiter kommt. Wenn Sie mehr Informationen über zukünftig wichtige Marktentwicklungen und neue Trends erhalten wollen, dann melden Sie sich für unseren Newsletter Xpress an. Aktuelle News rund um anstehende Termine für Seminare sowie Informationen zu unserer Ausbildung finden Sie immer aktuell in unserem Blog.